Mittwoch, 3. Juli 2013

drei sieben dreizehn

Das heutige Datum besteht aus diesen, für mich schönen und positiv belegten Zahlen. Daher freue ich mich um so mehr, dass sie heute einen ganz besonderen Anfang für mich dokumentieren dürfen. Ich bin nun auch ganz offiziell beim Amt als Puppenmacherin gemeldet.

Gerne zeige ich euch auch noch einen anderen Anfang: Meine erste (fast alleine) genähte Puppe. Ich habe sie im Alter von etwa zehn Jahren gemacht und sie damals Klein-Ida getauft, so wie die kleine Schwester von Michel aus Lönneberga.



Klein-Ida ist ein Biegepüppchen und etwa zwölf Zentimeter groß. Ich war als Kind immer etwas nähfaul und hätte am liebsten alles nur geklebt. Seht ihr die groben Stiche am Haar und die Pullinaht?
Den Perfektionismus, den ich heute an den Tag lege, den hatte ich damals noch nicht.

Ich habe ihr damals einen Rock zum an- und ausziehen genäht. Das war mir ganz besonders wichtig, denn meine anderen Biegepüppchen hatten alle fest angenähte Kleidung. Nur bei Klein-Ida konnte ich zwischen kurzer Hose oder Rock wählen.
Und sie ist auch eine der wenigen Puppen die ich selbst gemacht habe und trotzdem mit ihr gespielt habe, da war ich nämlich immer sehr kritisch als Kind.

Nachdem ich das Puppenspielen aufhörte und für mich andere Dinge wichtig wurden, da zog Klein-Ida in den Keller und wartete geduldig und im Verborgenen. Bis ich vor einiger Zeit nach ihr suchte und sie wieder zu mir nahm.

Als mein fünfjähriger Sohn mich heute Abend dabei beobachtete, wie ich die Puppe fotografierte, da half er ihr ein bisschen beim posieren. Anschließend baute er ihr sogar einen kleinen Thron aus Murmeln. Und ich finde diesen Thron hat sie auch wirklich verdient!